Elster

Die Elster ist seit 2001 in Niedersachsen wieder jagdbar. Seitdem ist ein deutlicher Einbruch der Bestände außerhalb befriedeter Bezirke zu beobachten. Diese Erkenntnis deckt sich mit den Untersuchungsergebnissen von Busche (2007). In dem entsprechenden Bericht heißt es: „Die offenen Landschaften sind quasi geräumt; die Art lebt nur noch in gut 6% der Kreisflächen!“ Diese Zahlen dürften annähernd auf Niedersachsen übertragbar sein.
Trotz dieser Veränderungen hält das Fachministerium an der Jagdzeitenregelung für Corviden fest, obwohl die Jägerschaft aus §1 des BJagdG die Verpflichtung übernommen hat, zur Erhaltung eines angepassten artenreichen Wildbestandes – zu der jetzt auch die Elster gehört – die Pflege und Sicherung der Lebensgrundlagen zu übernehmen.
Daher fordern wir das Fachministerium auf, auf Grund der bestehenden Verhältnisse die Jagdzeiten für die Corviden in Niedersachsen aufzuheben. Darüber hinaus sollte unverzüglich die Gesetzesänderung im §26 NJagdG zurückgenommen werden, in welcher den Jagdausübungsberechtigten erlaubt sein soll, Fallen zum Fang von Vögeln zum „Schutze der Jagd“ zu benutzen.

Busche, G (2007): Weitere Rückgänge der Elster Pica pica im Westen Schleswig- Holsteins 1990 – 2006- Zum Widersinn neuester Jagdzeitenregelungen.“, Vogelwelt 128:79-84

Kommentare (4)

  • Freerk Sweers

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    Mein ganzer Garten ist voll mit Elstern. Zusammen mit wildernden Katzen tragen diese zu einer deutlichen Verschlechterung der Singvögelbestände bei.
    Zur Information die Gartenfläche beträgt ca. 200qm. Unter anderem sind Waldohreule, Spatzen, Amseln und viele weitere hier heimisch. Seit dem letzten Frühjahr nehmen die Bestände jedoch deutlich ab. Für mich ist der einzig plausible Grund eben die deutliche Zunahme an Elstern. Selbstredend zähle ich die Eule nicht zu den wesentlichen kleineren Vogelarten…
    Wie lautet ihre Lösung dafür?

    Antwort

  • Renate

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    Der kleine Garten ist also voll mit Elstern Und Katzen??
    Lösung:
    Sich über die Arten und Lebensweisen informieren, den Garten nicht immer so kurz halten, keine Phantasieträume mehr haben und dann sieht die Welt im Garten schon ganz anders aus.

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  • Josef

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    Ersetzen Sie ruhig mal das Wort „Einbruch“ durch „Rückgang“ (der vorherigen Überpopulation). Vielleicht haben sich die lieben schwarz-weissen Vögel ja wegen des Jagddruckes nur etwas aus der Fläche in die Ortschaften zurückgezogen? Denn so einfach dies die Elsternjagd nun auch wieder nicht? Oder haben Sie schon mal versucht, einer habhaft zu werden? Mit jagdlichen Mitteln ist man nicht in der Lage, dem Bestand an Krähenvögeln ernsthaft zu gefährden.

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  • Wutbürger

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    Lieber Freerk Sweers, wer lesen kann ist klar im Vorteil!
    „Die offenen Landschaften sind quasi geräumt“
    Ich unterstelle mal, dass Ihr Garten nicht zu diesen offenen Flächen gehört und kein Jagdgebiet ist.

    Wie lautet eigentlich Ihre Lösung angesichts der fortbestehenden Überbevölkerung der Menschen und der damit einhergehenden Ausrottung unzähliger Tier und Pflanzenarten?

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