Nilgans

Bei der Änderung der NJagdzeitVO wurde die Nilgans hinzugefügt mit der Begründung, diese Art gehöre nicht zur heimischen Fauna und wirke sich negativ auf die heimischen Lebensgemeinschaften aus. Der ÖJV-NB widerspricht dieser Auffassung.
Es gibt keine wissenschaftlichen Untersuchungen, die aufzeigen, dass durch die angeführte Aggressivität der Nilgans andere Arten gefährdet werden. Eine ökologische oder wirtschaftliche Notwendigkeit zum Abschuss ist nicht nachzuweisen.

Kommentare (1)

  • Arno Schoppenhorst

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    Ein kurzer Beitrag zum Thema Nilgänse und Wiesenvögel:

    Im Natura-2000-Schutzgebiet „Blockland – Burgdammer Wiesen“ in Bremen beobachten wir in den letzten 10 Jahren zwar eine Zunahme des Nilgans-Brutbestandes, gleichzeitig allerdings auch eine Zunahme von Wiesenvögeln wie Kiebitz, Gr. Brachvogel, Rotschenkel, Löffelente usw. An Kiebitz-Nestern, die mit Wildkameras observiert werden, sehen wir gelegentlich, dass Nilgänse bis auf 1 m an die Gelege herankommen, die Kiebitze aber ungestört weiterbrüten. Aggressives Verhalten von Nilgänsen gegenüber Wiesenlimikolen konnte bislang nicht nachgewiesen werden.
    In der Kükenphase reagieren Kiebitze und andere Wiesenbrüter allerdings immer extrem nervös und attackieren so ziemlich alles, was sich den Jungvögeln nähert, darunter Fasane, Graureiher, Stare, Krähen, Greifvögel, andere Artgenossen und eben auch Nilgänse.
    Bei Interesse können wir gerne mal ein paar Belegfotos liefern.

    Beste Grüße
    Arno Schoppenhorst
    BUND Landesverband Bremen
    Schutzgebietsbetreuung und Wiesenvogelschutz

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